Alfred Hahn

* 1886 in Heilbronn bis † 1965

Biographie: Alfred Hahn war ein deutscher Architekt und Maler, welcher 1886 in Heilbronn geboren wurde und 1965 in Prien am Chiemsee verstarb.

Seine künstlerische Entwicklung ist nicht gut dokumentiert. Zwischen 1905 und 1909 studierte er an der Kunstakademie Stuttgart. Dort wurde er unter anderem von Christian Landenberger, einem Vertreter des Spätimpressionismus, sowie vom österreichischen Maler und Bildhauer Robert Poetzelberger unterrichtet, der ihm vor allem zeichnerische Grundlagen vermittelte. Nach dieser Ausbildung zog Hahn nach München und besuchte das neu gegründete Gustaf-Britsch-Institut in Schwabing. Dieses Institut, ins Leben gerufen vom Stuttgarter Architekten und Kunsttheoretiker Gustaf Britsch, widmete sich sowohl praktischen als auch theoretischen Fragen der Kunst. Studienreisen führten Hahn noch vor dem Ersten Weltkrieg nach Italien und Paris.

Werk: Ein größerer Bestand an Werken, der 2005 in die Heilbronner Sammlung aufgenommen wurde, lässt sich vermutlich seiner Stuttgarter Zeit zuordnen. Darunter finden sich Stillleben, Porträts, Landschaftsgemälde und Aktzeichnungen. Diese Arbeiten zeigen deutlich die Nähe zu seinen Lehrern: ein lockerer, heller Farbauftrag, realistische, doch zugleich lebendige Porträtdarstellungen und eine sichere Beherrschung des Kolorits. Trotz der skizzenhaften Anlage vieler Blätter wird das Talent des jungen Künstlers darin unverkennbar. In den wenigen erhaltenen Arbeiten aus den Jahren der Weimarer Republik zeigt sich ein Wandel. Unter dem Einfluss des Expressionismus vereinfachte Hahn seine Formen und löste sich stärker vom streng Gegenständlichen.

NS-Zeit: Bereits 1933 wurde ihm das Ausstellen untersagt. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er zurückgezogen in Prien am Chiemsee.

Dort widmete er sich weiterhin der Malerei, vor allem Landschaften und Porträts. Ein bekanntes Spätwerk ist das Porträt von Theodor Heuss aus dem Jahr 1963, das noch heute im Rathaus seiner Heimatstadt Heilbronn hängt.